Notebook vs. Netbook im Vergleich

Bei der riesigen Auswahl an günstigen Notebooks und der immer größer werdenden Zahl an verfügbaren Netbook-Modellen verschiedener Hersteller fällt die persönliche Kauf-Entscheidung für ein Gerät immer schwerer.

Es kann durchaus helfen, folgende (Auswahl-) Kriterien bei der Auswahl zu beachten und mit den eigenen Bedürfnissen in Einklang zu bringen.

 

Größe und Gewicht

Bei Größe und Gewicht sind Netbooks den Billig-Notebooks in der Regel überlegen, da sie deutlich kleiner und leichter sind. Entsprechend kleine und leichte (echte Sub-)Notebooks kosten in der Regel ein Vielfaches eines Netbooks und lohnen sich nur für den Business-Bereich oder wenn spezielle Anforderungen abgedeckt werden sollen.

Während Netbooks ca. 1 bis 1,5kg auf die Waage bringen, sind es bei billigen Notebooks eher um die 3 kg. Auch die äußeren Abmessungen vom Netbook sind deutlich kleiner. Wenn man so ein Gerät also gerne öfters mal mitnehmen möchte, packt sich ein Netbook einfach viel vleichter mit in die Tasche oder in den Rucksack.

 

Bildschirmgröße

Mit der äußeren Größe und dem Gesamtgewicht kommt man direkt zur Bildschirmgröße. Die Display-Größe eines Netbooks beginnt bei 7 Zoll (Asus Eee PC 4G) und reicht bis ca. 10,2 Zoll.

Bei den Billig-Notebooks kommen dagegen meistens 15 Zoll oder 15,4 Zoll Breitbild-Displays zum Einsatz. Das hat natürlich auch seine Vorteile: man "sieht" einfach mehr auf dem Monitor. Ein größerer Bildschirm bringt andererseits logischerweise mehr Gewicht mit und braucht zusätzlich auch mehr Strom als ein Kleiner.  

 

Prozessor- und Grafikleistung

Die Prozessorleistung der Netbooks ist durch die Bank weg als niedrig einzustufen. Für eine Textverarbeitung, E-Mails und gelegentliches Internetsurfen ist sie aber ausreichend. 3-D Spiele sind mit einem Netbook normalerweise nicht möglich. Falls doch, dann nur in einer stark reduzierten Detailstufe. Für ein kleines Solitär zwischendurch reicht es aber allemal.

Selbst Fernsehen ist mit einer speziellen USB-Fernsehkarte per DVB-T möglich, was einem schon die eine oder andere Wartezeit verkürzen kann.

Billig Notebooks haben dagegen deutlich schnellere Prozessoren und auch die Grafikleistung ist höher. Unter Windows "fühlen" sie sich eindeutig schneller an als ein Netbook.

 

Mobilität / Akkulaufzeit

Bei der Mobiliät und der Akkulaufzeit schneiden (zumindest einige) Netbooks deutlich besser ab als die Billignotebooks. Hierfür ist ein langsamer und stromsparender Prozessor in Verbindung mit einem kleinen und damit ebenfalls stromsparenden Display eindeutig im Vorteil. Da in den Billignotebooks in der Regel günstige Desktopprozessoren (und nicht die mobilen Varianten) eingebaut werden, liegen sie im Stromverbrauch deutlich höher.

Billige Notebooks schaffen meist so 2-3 Stunden, während ein Netbook durchaus bis zu 7 (sieben) Stunden ohne Steckdose auskommen kann. Das ist natürlich ebenfalls wieder von Modell zu Modell verschieden und hängt speziell vom verwendeten Akku und dessen Kapazität ab. Im mobilen Betrieb sind 2-3 Stunden jedenfalls wirklich wenig, und man muß nicht nur immer ein Netzteil (auch das wiegt zusätzlich und nimmt Platz weg) dabei haben sondern sich auch regelmäßig nach einer freien Steckdose umsehen. Aber die Anforderungen sind ja zum Glück immer individuell und so können dem Einen oder Anderen 3 Stunden durchaus auch ausreichen. Für mich haben sich 7 Stunden einfach als praktisch herausgestellt. Insgesamt hängt die maximale Laufzeit natürlich zusätzlich auch davon ab, was man mit dem Netbook oder Notebook macht. Wenn das (nur bei Notebooks verfügbare) DVD-Laufwerk im Dauerbetrieb läuft, weil man sich unterwegs unbedingt eine DVD anschauen will, sollte es einen auch nicht wundern, wenn der Akku bereits deutlich unter den vom Hersteller angegebenen maximalen Zeiten schlapp macht. Die maximal angegebenen Zeiten werden meistens mit minimalen Anforderungen gemessen und festgestellt. Das sollte man bei einer Bewertung bereits im Hinterkopf haben. Manchmal gibt es auch Angaben, unter welchen Bedingungen die angegebene Zeit gemessen wurde. Beispielsweise "Textverarbeitung, WLAN ausgeschaltet, Bildschirmhelligkeit auf niedrigste Stufe". Da die WLAN-Karte natürlich auch Strom braucht, verringert sich die verfügbare Zeit selbstverständlich bei intensiver Nutzung durch surfen am Hotspot.

 

Es sollen bestimmte (Windows-) Programme verwendet werden können

Ein billiges Notebook wird meistens entweder mit vorinstalliertem Windows XP Home (inzwischen eher mit Vista) oder mit FreeDOS als Betriebssystem angeboten. Mit FreeDos kann man nicht wirklich arbeiten, diese Geräte sind aber gut, wenn man bereits eine nicht mehr benötigte Windows Lizenz zur Verfügung hat, die man dann darauf installierten kann.

Einige Hersteller bieten zwar auch eine vorinstallierte Linux Distribution an, was momentan aber eher die Ausnahme ist.

Bei den Netbooks dagegen haben sich gerade in der Anfangszeit der Netbooks bereits sehr viele mit einer speziell angepassten Linux Distribution verkauft. Einfach zu bedienen mit ein paar sinnvollen Anwendungen für unterwegs. Das hat sich im Lauf der Zeit etwas gewandelt, denn auch Windows XP hat hier eine gewisse Verbreitung gefunden. Dennoch gibt es viele Modelle entwerde mit Windows oder auch mit Linux zu kaufen. Diese Geräte unterscheiden sich dann meistens in der Hardware-Ausstattung. Während es für Linux keine Limitierung gibt, hat die Firma Microsoft ein paar Bedingungen an die weitere Auslieferung und Installation von Windows XP an die Hersteller gestellt. So darf der Arbeitsspeicher beispielsweise maximal 1GB betragen.

Wer nun bereits ein oder mehrere Windows Programme hat, oder auch unterwegs unbedingt eine bestimmte Programmversion einsetzen muß, die es nur für Windows gibt, hat halt keine Wahl. Für die Anderen ist ein Netbook mit gut angepasstem Linux durchaus eine echte Alternative.

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